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Trainingsmethoden

 

Auf den folgenden Seiten möchte ich Euch verschiede Trainingsmethoden vorstellen.                                 

Training hat immer was mit harter Arbeit zu tun, kein Topathlet hat seinen Körper nur  Einweißpulver oder optimierter Hormonzufuhr zu verdanken.

Dahinter stehen meiste viele, harte, schweißtreibende Trainingsjahre.
Ohne die richtige Einstellung und die Bereitschaft  auch mal zu leiden, sollte man doch ernsthaft überlegen ob man die richtige Sportart gewählt hat.
Eine große Rolle spielt natürlich auch noch die Genetik, aber das ist ein Punkt den kann man nicht beeinflussen.
Also wenden wir uns den Punkten zu, bei denen wir aktiv etwas verändern können.
 
Kommen wir also nun zum Training.
Es gibt mittlerweile sehr viele „neue“ revolutionäre Trainingssysteme auf dem Markt. Das man schnell den Überblick verlieren kann.
Aber so wie das Rad bei einer Neuerfindung nicht noch runder werden kann, so hat sich an den Eckfeilen des Trainings auch in den Jahren nicht viel verändert.
 
Die Proteinsynthese im einen trainierten Muskel bleibt 48 Stunden nach dem Training noch erhöht.
Das bedeutet, wenn ich Montag Bizeps trainiere, könnte ich das gleiche wieder am Mittwoch tun und wurde optimale Ergebnisse erzielen.
Problem daran, wenn ich den Muskel bis zum Muskelversagen beanspruche, belastet man dasNervensystem zu sehr und das benötigt länger als 48 Stunden um sich wieder zu regenerieren.
Abgeleitet daraus empfiehlt sich ein 1 Satz Training mit 2-3 Übungen pro Muskel und nicht bis zum Muskelversagen.
 
Progressive Belastungssteigerung kurz und knapp, man sollte immer das Gewicht erhöhen.
Jetzt weiß ein Jeder, der schon eine Zeit trainiert, dass das nicht immer möglich ist.
Irgendwann ist mal Schluss. Die Lösung ist daher mit relativ vielen Wh zu starten und dann Woche für Woche das Gewicht zu erhöhen, dabei aber mit der Wh Zahl nach unten gehen.
 
Das könnte so aussehen  15,12,10,8,6,5,5,5 Wh Reduktion der Wh je Woche
 
In den letzten 3 Woche sollte man dann auch bis zum Muskelversagen trainieren.
 
Trainingspause nachdem man 3 Woche auf Anschlag trainiert hat, werden die Reize nicht mehr ausreichend sein, um weiteres Wachstum auszulösen. Sprich der Körper hat sich der Belastungsintensität angepasst.
Um diese Anpassungsmechanismen wieder los zu werden ist das Rezept ganz einfach, man geht 10-14 Tage überhaupt nicht ins Studio.
Das nennt man strategische Pause.
Nach den 10-14 Tagen startet man einen neuen Zyklus evt. mit anderen Übungen und fängt wieder mit 15 Wh an.
 
Zusammengefasst.
  1. Jeder Muskel sollte alle 2 Tage trainiert werden, dafür kommt nur ein Ganzkörpertraining oder ein 2 er- Split in Frage.
  2. Progressive Steigerung der Trainingsgewichte – Wiederholungszahlen müssen sukzessiv geringer werden.
  3. Keine Überlastung des Nervensystems – kein Training bis zum Muskelversagen, begrenzte Satzzahl.
  4. 10-14 Tage komplette Trainingspause
 
Literaturverzeichnis: Lehrbrief Leistungssport Body-Trainer 02/07 BSA Akademie

 

HIT Heavy Duty System ( Schwere Pflicht ) von Mike Mentzer

Das Heavy Duty System wurde in den 70er Jahren von Mike Mentzer eingeführt. Es wird auch „HIT“ genannt, was nichts anderes bedeutet als High Intensity Training (also Hochintensitäts-Training). Die Grundlage des Heavy Duty Systems ist eine wissenschaftlich fundierte Ausgangslage, um ein Maximum der individuellen Erbanlagen ausschöpfen zu können. Beim "normalen" Training hört man hingegen mehr auf das individuelle Körpergefühl. HIT hat sich seit seiner Einführung bewährt und wird heute noch von vielen Athleten, unter anderem auch von vielen Top-Profis mit Erfolg durchgeführt. Die folgenden vier Grundlagen sind beim HIT zu beachten:

 

1.Kurz

 

Das Hanteltraining soll möglichst kurz gehalten werden, da die für das HIT erforderliche Intensität meist nicht lange vom Organismus aufgebracht werden kann. In der Praxis heißt das, daß eine Trainingseinheit nicht länger als 60 Minuten betragen soll, besser noch nur 45 Minuten. In dieser Zeit kann man ohne weitere zeitlichen Probleme eine große und eine kleine Muskelgruppe trainieren. Wenn man hierfür etwa 15 Sätze berechnet, hat man mit einer Pause von 2 ½ Minuten zwischen den Sätzen nach etwa 50 Minuten das Training beendet. Voraussetzung hierfür ist eine konsequente Einhaltung der Pausen sowie Reduzierung der Sätze auf die empfohlene Anzahl. Lange Gespräche während des Trainings über die Pausenlänge hinaus verlängert nicht nur das Training, sondern reduziert die Konzentration sowie Intensität und der Muskelwachstum ist nicht optimal. Des weiteren steigt nach etwa 60 Minuten die Konzentration kataboler Hormone (Kortison) im Körper an und der Testosteronspiegel sinkt, was ein weiterer Grund für die Einhaltung der empfohlenen Trainingsdauer sein sollte.

 

 

2.Intensiv

 

Die Intensität ist die eigentliche Basis des HIT. Dabei spielt jedoch weder eine umfangreiche Satzanzahl, noch kurze oder zu lange Pausen, wie allgemein hin angenommen wird, eine Rolle. Die Leistung während der Trainingseinheit ist hierbei entscheidend. Kurzum gesagt, je mehr Leistung in kürzerer Zeit erbracht wird, desto intensiver ist das Training. Jedoch bedeutet dieses nicht eine Verkürzung der Pausen zwischen den Sätzen und zugleich eine Erhöhung der Satzanzahl im Training. Die Einhaltung einer biologisch zumutbaren Pause, welche bei 2-3 Minuten zwischen 2 Sätzen liegt, und die Einhaltung der Satzanzahl von maximal 10 für große und maximal 6 für kleine Muskelgruppen sind Grundlagen für die Erbringung der erforderlichen Trainingsintensität während den Trainingssätzen. Durch spezielle Techniken kann der Muskel im HIT intensiver trainiert werden. Dazu gehören Negativwiederholungen, erzwungene Wiederholungen, Reduktionssätze, Spersätze, etc. (siehe weiter unten).

 

 

3.Selten

 

Erst wenn der Körper voll regeneriert und adaptiert ist, darf die nächste Trainingseinheit folgen. Der Muskel wächst in der Erholungszeit und nicht im Training! Wird trotzdem häufiger trainiert, als es die Regenrationsfähigkeit zulässt, ist Übertraining vorprogrammiert. Das Ziel ist ein kurzes Training, eine lange Erholung mit ausreichend Schlaf in Verbindung mit regenerativen Maßnahmen; zusätzliche körperliche Belastungen nach einer Trainingseinheit sollten im Sinne einer effektiven Regeneration vermieden werden. Deshalb ist es ratsam nur an maximal vier Tagen in der Woche ein Training mit Gewichten durchzuführen (bestenfalls am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag).

 

 

4.Sicher

 

Um Verletzungen zu vermeiden, ist eine korrekte Durchführung der Sätze während des Trainings Voraussetzung, d.h. Schwung und unkontrollierte Bewegungen sollten vermieden werden. Leider gibt es immer noch zahlreiche unbelehrbare Athleten, welche eher das Trainingsgewicht erhöhen als auf einen korrekten Bewegungsablauf zu achten. Mehr Gewicht bedeutet ohnehin nicht mehr Muskelwachstum, allein die Intensität ist dafür verantwortlich; und die muskuläre Intensität nimmt mit jedem Abfälschen drastisch ab.

 

 

Fazit

 

HIT ist das Training für einen erfolgreichen sowie langfristigen Muskelzuwachs. Zahlreiche Athleten verfolgen die Grundlagen des Heavy Duty Systems, darunter fallen vor allem Dorian Yates und Ronnie Coleman, die beide durch ihre zahlreichen Erfolge im Bodybuilding den Beweis für die Effektivität liefern. Jedoch ist dieses Training, bedingt durch die sehr hohe Intensität, auch sehr schmerzhaft und verletzungsgefährdent; diese Nachteile können jedoch durch einen starken Willen, Disziplin und vor allem einer sauberen und kontrollierten Durchführung ausgeschlossen werden.

Mehr zu Heavy Duty findet Ihr in den Buch "HIT Hochintensitätstraining"

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